5 Sachen, die Du unbedingt über Deinen Darm wissen solltest – Teil 1

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First Things First…

Haftungsausschluss
Die Ratschläge in diesem Artikel sind sorgfältig erwogen und geprüft und für gesunde Erwachsene gedacht, die älter sind als 18 Jahre. Dieses Ebook bietet jedoch keinen Ersatz für kompetenten medizinischen Rat. Bitte konsultiere einen Arzt, bevor Du mit einem Trainings-, Ernährungs- oder Nahrungsergänzungsprogramm anfängst. Alle Angaben in diesem Artikel erfolgen daher ohne jegliche Gewährleistung oder Garantie seitens des Autors. Eine Haftung des Autors und seiner Beauftragten für Personen-, Sach- und Vermögensschäden ist ausgeschlossen.

Dein Darm – er ist ein faszinierendes Organ!

Und viel mehr, als nur ein Verdauungsapparat!

Kennst Du ihn in seinen Einzelheiten, gewinnst Du auch ein besseres Verständnis für seine möglichen Erkrankungen!

Und genau das ist das Ziel dieser Beitragsreihe!

Willkommen bei Teil 1!

Such Dir ein ruhiges Plätzchen, nimm Dir einen leckeren Tee oder Kaffee dazu und ein paar Minuten Zeit – es gibt heute einiges zu lernen!

 

Chronische Darmerkrankungen, Reizdarm, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Allergien, oder Verdauungsstörungen…

Ich wette, Du kennst mindestens eine Person aus Deinem Umkreis, die an mindestens einem dieser Symptome leidet!

Habe ich Recht?

Ja, eigentlich wäre es schon ungewöhnlich, wenn es nicht so ist.

Schließlich nehmen diese gesundheitlichen Leiden in den „zivilisierten“ Ländern stark zu und die „Patienten“ werden immer jünger.

Ich selbst leide sogar an allen! Oder besser gesagt, ich litt!

Seit dem Alter von etwa 15 Jahren musste ich unzählige Male unterschiedliche Ärzte wegen meiner starken Bauchschmerzen und -krämpfe aufsuchen.

Das Fiese war – ich konnte es überhaupt nicht auf irgendetwas spezifisches zurückführen, nicht beeinflussen wann, oder wovon sie kamen.

 

„Sie haben Reizdarm!“

„Ist alles nur psychosomatisch“

 

…ist das, was ich ständig nur von Ärzten zu hören bekam.

Ach, ich habe Reizdarm? Ach nee, deswegen bin ich ja auch hier! Dachte ich mir nur!

Diese Diagnosen waren für mich ziemlich unbefriedigend und helfen tat auch nichts wirklich.

Mehr oder weniger lernte ich schon mit den Bauchschmerzen und den damit verbundenen Einschränkungen zu leben.

Sie gehörten für mich fast schon zum Alltag dazu…

 

Millionen Deutsche leiden am Reizdarm

Wusstest Du, dass allein in Deutschland ca. 7 Millionen Menschen am Reizdarmsyndrom leiden?

Dabei bleibt der organische Auslöser dieser Krankheit weiterhin unentdeckt! Stattdessen hält man Deine Beschwerden für „psychosomatisch“.

Damit Du Dein Verdauungsorgan besser kennenlernen kannst, verrate ich Dir heute 5 Sachen, die Du unbedingt über Deinen Darm wissen solltest!

Wollt ihr Euch besser kennenlernen?

Gut! Dann lies unbedingt weiter!

Denn in diesem ersten Teil der Beitragsreihe zur #FFDarmGesundheit lernst Du:

  1. wie Dein Darm aufgebaut ist und welche Funktion(en) er überhaupt erfüllt
  2. welche Wirkung Dein Darm auf Dein Gehirn hat
  3. welche Rolle die Nahrungsmittelindustrie bei zahlreichen chronischem Erkrankungen spielt
  4. wie Medikamente Deinen Darm zerstören
  5. und wie Übergewicht mit Deiner Darmflora zusammenhängen kann

 

1.     Der Darm – Aufbau und Funktion

Ob ’ne Currywurst in der Kantine, Proteinshake im Gym, oder Schnitzel bei Oma – alles, absolut alles muss durch ihn hindurch!

Der Darm liegt in unserem Bauch mit einer Gesamtlänge von 3 bis 6 Metern und setzt sich – grob unterteilt – aus Dünndarm, Dickdarm und Enddarm zusammen.

Der Dünndarm bildet dabei den längsten Teil. Auf ca. 5m Länge schlängelt sich dieser querbeet durch unseren Bauch, bis er im rechten Unterbauch in den Dickdarm endet.

Wenn Du es von vorne betrachten würdest, liegt dieser etwa 1,5m lange Teil des Verdauungstraktes wie ein C-förmiger Rahmen um das Dünndarm-Geschlängel und endet schließlich im linken Unterbauch in den Enddarm (auch Mastdarm genannt).

Darmabschnitte

Darmabschnitte

 

Übrigens – wusstest Du, dass der zum Dickdarm gehörende Blinddarm sich eigentlich gar nicht entzündet, wenn man von einer „Blinddarmentzündung“ spricht? Entzünden tut sich lediglich sein Wurmfortsatz (Appendix), welcher in manchen Fällen auch operativ entfernt werden muss. Ganz genau – der Blinddarm an sich wird nicht entfernt.

 

Mit dem Mastdarm endet der Darm – dieses ca. 16cm lange Stück ist sozusagen die Verbindung zur Außenwelt. Alles was in den Mund hinein kommt, kommt hier irgendwann wieder raus :)

 

So, der Aufbau Deines Verdauungsorgans dürfte also klar sein!

Und für was ist es gut?

Klar, für die Verdauung, der Name verrät es bereits!

Doch die Funktion des Darms geht noch viieeeel weiter über die reine Verdauung hinaus!

Aber fangen wir ganz vorne an!

 

Was verstehst Du eigentlich unter Verdauung?

Die meisten würden wahrscheinlich sagen: „essen und dann irgendwann  ’nen Ei legen!“

Naja, das ist die, sagen wir mal, „vereinfachte“ Version :)

Verdauen bedeutet im Grunde die mechanische, chemische und bakterielle Zerkleinerung und Aufspaltung der Nahrung in ihre biologisch wichtigen Bestandteile und schließlich die Umwandlung dieser in Körpersubstanzen und Energie.

Essen wir z.Bsp. einen Apfel, so zerkleinern wir diesen und verbrennen ihn bis auf die Molekülebene. Die dabei freiwerdende Energie nutzen wir, um zu leben!

Dabei beginnt die Verdauung nicht etwa erst im Darm!

Schon in unserem Mund, wo die Zähne für’s Zerkleinern und der Speichel für’s Verflüssigen verantwortlich sind, beginnt die Aufspaltung der Kohlenhydrate.

Mit dem Schlucken befördern wir den Nahrungsbrei schließlich durch die Speiseröhre in den Magen.

Bevor der Darm überhaupt ins Spiel kommt, werden die Nahrungsstücke hier so lange zermalmt, bis sie nicht größer als 3mm sind.

Übrigens beginnt die Aufspaltung der Eiweiße erst im Magensaft durch entsprechende Enzyme.

Vom Magen wird der zermalmte Nahrungsbrei in kleinen Portionen in den ersten Dünndarm-Abschnitt abgegeben.

Genau an dieser Stelle fließt die zuvor in der Leber gebildete Galle in den Darm. Die Gallensäuren spielen nämlich eine wichtige Rolle bei der hier stattfindenden Fettverdauung.

Der Bauchspeichel aus der Bauchspeicheldrüse wiederum enthält unverzichtbare Verdauungsenzyme, die Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette aufspalten.

Aus komplexen Kohlenhydraten werden so einfache Zuckermoleküle.

Aus Eiweißen werden einzelne Aminosäuren.

Und Fette werden in Fettsäuren gespalten.

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Verdauungsorgane

Verdauungsorgane

 

Der wichtigste Job des Dünndarms, den er an dieser Stelle erledigen muss, ist die Resorption – sprich die Aufnahme all dieser Nahrungsbestandteile ins Blut. Für diese Aufgabe ist die Dünndarmschleimhaut mit unzähligen, kleinen Falten und Darmzotten ausgekleidet – auf einem einzigen Quadratmillimeter Darmhaut liegen ganze 30 winzige Zotten!

Ja, insgesamt verdauen wir auf einem Gebiet, dass 100 Mal größer ist, als unsere Haut!

Dank dieser enormen Schleimhautoberfläche ist der Dünndarm in der Lage, Nährstoffe, Vitamine, Mineralien und Wasser in großen Mengen aufzunehmen und ins Blut zu leiten, von wo sie in alle Bereiche des Körpers  (Organe, Gewebe und die Körperzellen) gelangen, um dort zur Verfügung zu stehen.

Diesen Vorgang kannst Du super mit einer Pflanze vergleichen, die über ihre Wurzeln die Nährstoffe aus dem Boden in ihre Zweige, Blätter oder Blüten transportiert. So ragen die Darmzotten wie Wurzeln im Speisebrei, saugen die umgebaute Nahrung auf und übergeben sie an das Blut, welches schließlich den Transport an die Bedarfsstellen übernimmt.

Weiter geht es zum Dickdarm.

Seine Aufgabe ist es, den Nahrungsbrei durch das Entziehen von Wasser einzudicken.

Der Darminhalt wird dadurch immer fester und bekommt durch die Bewegungen der Darmwand seine „individuelle Form“ 😀

Ja, genauso entsteht Dein Stuhl!

Dieser setzt sich übrigens aus unverdauten oder unverwerteten Speiseresten und aus den von der Blutreinigung stammenden Abfällen des Zwischenzellstoffwechsels zusammen.

Auf den Dickdarm folgt – wie Du bereits weißt – der Enddarm.

Dieser hat schließlich die ehrenvolle Aufgabe, den fertig geformten Stuhl zu speichern, bis er dann irgendwann in’s Freie kann

Faszinierend, oder? :)

 

Davon wie gut diese Vorgänge funktionieren, hängt Deine allgemeine Gesundheit ab!

Bedeutet – wenn Du nicht in der Lage bist, Deine Nahrung richtig zu verdauen und Gift- und Schlackenstoffe effektiv aus Deinem Körper auszuscheiden, kannst Du nicht wirklich gesund sein!

 

„Der Tod sitzt im Darm“

…sagte bereits Hippokrates!

 

Gibt es hier Fehlfunktionen durch die Ablagerung belastender, toxischer Abfallprodukte, so schlägt sich das nicht nur auf alle eventuell schon vorhandenen Krankheiten oder Gesundheitsstörungen negativ nieder, sondern kann zu Schleimhautreizungen, Gasbildungen, oder Entzündungen des Darmes führen.

„Die Gifte im Darm sind es nachweisbar, die den Menschen krank, vorzeitig alt und häßlich machen!“

— Dr. F. X. Mayr

…und wenn die im Darm entstehenden Gifte in die Blutbahn gelangen, können sie eine chronische Selbstvergiftung hervorrufen.

Exotoxine sind Gifte, die wir aus der Umwelt aufnehmen, wie etwa Die Folgen sind Schädigung der Körperzellen und Organe, wobei die Sinnesorgane, wie Nerven, Gefäße und Hormondrüsen besonders empfindlich sind.

Du merkst – der Zusammenhang zwischen Gesundheit & Verdauung ist enorm!

…weswegen diese alte Volksweisheit aus der Überschrift wichtige Bedeutung bekommt!

 

2.     Die Darm-Hirn-Verbindung

Sind wir verliebt, haben wir „Schmetterlinge im Bauch“

Schlechte Nachrichten müssen wir erstmal „verdauen“

Mal ehrlich – hast Du schon mal überlegt, was hinter dem Begriff „Bauchgefühl“ steckt?

Oder was es bedeutet, wenn Dir jemand rät, bei wichtigen Entscheidungen auf Deinen „Bauch zu hören“?

Ja, dieses besagte „Bauchgefühl“ – man könnte sagen, das gibt es in der Tat!

Gefühle wie Glück, Zorn, Unsicherheit, oder Hass spüren wir tatsächlich zuerst im Darm.

Dafür befinden sich hier rund 70% unseres Immunsystems und mehr als 100 Millionen Nervenzellen – 90% davon führen zum Gehirn und lediglich 10% kommen vom Gehirn.

Wie gesagt, erledigt unser Darm so viel mehr, als „nur“ die Verdauung! Wäre er tatsächlich nur dafür zuständig, wäre ein dermaßen ausgetüfteltes Nerven-Netz im Bauch eine ziemliche Energieverschwendung!

Darm-Hirn-Verbindung

Darm-Hirn-Verbindung

 

Er ist wie ein Abbild des Kopfhirns, weshalb er gern auch als „Bauchhirn“ bezeichnet wird.

Im Ernst – Zelltypen, Wirkstoffe und Rezeptoren – alles ist identisch!

 

Die Darm-Hirn-Kommunikation ist überlebenswichtig!

Darm und Hirn leisten zusammen beeindruckende Teamarbeit und steuern so Dein Nervensystem und Energiehaushalt.

Der wichtigste und schnellste Weg vom Darm zum Hirn führt über den sogenannten  Nervus Vagus.

Auf diesem Weg gelangen Meldungen vom Bauch in den Kopf und können hier beispielsweise das „Brechzentrum“ über einen hohen Alkoholgehalt informieren, dem „Schmerzzentrum“ von starken Blähungen berichten, oder einen Durchfall auslösen, sollten Giftstoffe in den Darm gelangen.

Stress ist dabei vermutlich einer der wichtigsten Reize, die Hirn und Darm miteinander kommunizieren.

Stehst Du unter Stress, so möchte Dein Hirn diese Situation unbedingt schnell entschärfen. Dafür benötigt es einen „Energie-Vorschuss“ aus dem Darm.

In diesen Situationen verhält sich Dein Darm absolut selbstlos!

Um dem Hirn diese Energie leihen zu können, spart er nämlich die für die Verdauung erforderliche Energie ein, produziert weniger Schleimstoffe und fährt seine eigene Durchblutung herunter.

Dein Bauchhirn bekommt diese Information als eine Art Notsituation vom Hirn signalisiert. Somit hat dieses System einen Schwachpunkt – es ist nicht für eine „Daueranwendung“ gedacht!

Bist Du also permanent Stresssituationen ausgesetzt, so wird Dein Darm auch negative Signale an Dein Hirn zurücksenden. Die fehlende Durchblutung schwächt außerdem die Darmwände, wodurch Du Dich abgeschlagen fühlen, unter Appetitlosigkeit, Unwohlsein, Durchfall, oder Verstopfung leiden könntest.

Die geschwächten Darmwände können außerdem zu Entzündungen, Allergien und einer Fehlbesiedlung Deiner Darmflora führen (Dysbiose).

Die Folge: Dein Darm sendet Entzündungssignale an die Gliazellen im Gehirn, welche schließlich selbst zu Entzündungszellen werden.

Dieser Vorgang hat erhebliche Auswirkungen – nicht nur auf das Hirn und Nervensystem, sondern auf den gesamten Organismus!

Aber nicht nur Stress ist hier ein Übeltäter!

Ebenso Nahrungsmittel, Aromen und andere Zusatzstoffe spielen eine sehr große Rolle bei zahlreichen Erkrankungen  – auch solchen, die das Gehirn und Nervensystem betreffen.

 

3.     Die Nahrungsmittelindustrie und chronische Erkrankungen

Etwa 30 Tonnen Nahrung und 50.000 Liter Flüssigkeit werden im Laufe eines Menschenlebens im Verdauungstrakt verarbeitet. Und das – würde man den Darm komplett „ausfalten“ – auf einer Fläche von 300-400 qm.

Immens, oder?

Man kann ebenso sagen, dass der Darm unsere größte Kontaktfläche zur Außenwelt ist.

Hier wird entschieden, ob Du Laktose verträgst, was Bauchschmerzen hervorruft, oder was für Dich persönlich gesundes Essen ist

– denn es gibt sie nicht, die eine einzige Ernährungsform oder Diät, die für jeden Menschen geeignet ist.

Jeder Organismus entscheidet auf seine eigene Art und Weise, was er aus dem „Fremdstoff Nahrung“ macht.

Egal was oben reinkommt – Dein Bauchhirn analysiert die Nährstoffzusammensetzung, Salzgehalt und Wasseranteil und koordiniert, was absorbiert und was ausgeschieden werden muss.

Isst oder trinkst Du Sachen, die Du nicht verträgst – und viele der Nahrungsmittelunverträglichkeiten machen sich erst sehr spät und oft nicht mal in Form von Bauchweh bemerkbar – so löst das Immunreaktionen aus, die zu Entzündungen führen können.

Kennst Du schon mein kostenloses HEALTHY MORINGS e-Book? Da beschreibe ich z.B. auch meine Immunreaktionen auf Gluten, Kuhmilch, Eier und Erdnüsse.

Solche Störungen in Deinem Verdauungstrakt führen zu einer Vielzahl an Beschwerden – nicht nur in der Bauchgegend!

Dazu zählen Hautkrankheiten (Juckreiz, Ekzeme), Gelenk- und Kopfschmerzen, Müdigkeit, Asthma und auch Erschöpfung. Allesamt Symptome, deren Ursache man nicht unbedingt im Darm erwarten würde, oder?

Einige Ärzte sind sich sicher, dass Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder -allergien die Hauptursache zahlreicher nicht-diagnostizierbarer Beschwerden sind.

Aber die Unverträglichkeiten sind hier nicht die einzigen Bösewichte.

Die Nahrungsmittelindustrie im Allgemeinen spielt bei diesen Fehlfunktionen eine tragende Rolle.

 

„Die Nahrungsmittelindustrie bewegt sich am Rande der Körperverletzung“

— Thilo Bode, Chef von Foodwatch

 

Hast Du Dich nicht auch schon mal gefragt, warum Du auf einer stinknormalen Packung bunter Gummibärchen oder Limo den Hinweis „Kann Aktivität und Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen“ findest?

…weil diese bestimmte Farbstoffe enthalten, die zu Verhaltensstörungen führen können.

Diese Hinweise gibt es übrigens auch erst seit Mitte 2010 – davor gab es einfach noch keine Kennzeichnungspflicht.

 

Fastfood & neurologische Erkrankungen

Auch der regelmäßige Verzehr von stark verarbeiteten Lebensmitteln und Fastfood kann zu körperlichen und psychischen Störungen führen.

Kennst Du den Dokumentarfilm „Super Size Me“?

Falls nicht – eine super Wahl für den nächsten Netflix-Abend 😉

In der Hoffnung, jetzt nicht all zu viel zu spoilern, werde ich Dir aber schon dezent verraten, worum es geht…

Die Doku handelt von einem 40 jährigen Amerikaner in sehr gutem Gesundheitszustand, der sich im Selbstversuch 30 Tage lang nur von Mc Donald Produkten ernährt.

Das Ergebnis: Übelkeit, Atemnot, depressive Verstimmung, Leberwerte zum Erschrecken und Blutwerte, die jeden Arzt in höchste Alarmbereitschaft versetzen würden.

Ach ja und nicht zu vergessen – satte 11 Kilo mehr auf den Rippen…

Fastfood macht uns krank

Fastfood macht uns krank

Es ist eigentlich ganz einfach erklärt – das Problem mit Fastfood & Co ist Folgendes:

Durch diese Art der Ernährung und einer mangelnden Zufuhr an wichtigen Nährstoffen entwickelst Du ein Ungleichgewicht zwischen den in Symbiose lebenden „guten“ und den „schlechten“ Bakterien in Deinem Darm  – und hiervon hast Du jede Menge!

Mehr als 100 Billiarden Bakterien fühlen sich hier zu Hause!

Die „guten“ sollten übrigens in einem Verhältnis von etwa 85% überwiegen.

Ist das – im Zuge schlechter Ernährung, Stress, Umweltverschmutzung etc. – nicht der Fall, herrscht eine Dysbiose im Verdauungstrakt.

Gute Darmbakterien können u. a. Krankheitskeime und Parasiten vernichten. Sie stärken sogar Deine Grundgesundheit, z. B. durch ihre Fähigkeit, bestimmte Vitamine zu erzeugen.

Bei einer Dysbiose kommt es unausweichlich zu einer Überwucherung der Darmflora durch bakterielle Degenerations- und Schmarotzerformen.

Was passiert dann?

Diese Mikroorganismen zersetzen praktisch den gestauten Darminhalt und bilden gesundheitsschädigende Gifte, die auf Dauer die mit dem Stoffwechsel befassten Organe wie Leber, Magen, Galle oder Bauchspeicheldrüse schädigen können.

 

Eine Sache kannst Du Dir merken:

Eine gesunde Darmflora hat einen enormen Einfluss sowohl auf die physische als auch auf die mentale Gesundheit!

 

Neben schlechter Ernährung, Stress, oder Umweltgiften gibt es noch einen weiteren Faktor, über den ich ebenfalls kurz sprechen möchte – Medikamente.

 

4.     Wie Medikamente Deinen Darm zerstören

Bevor Du anfängst, diesen Part zu lesen – verstehe mich bitte nicht falsch!

Ich verfluche Medikamente nicht!

In manchen Fällen sind Medikamente oder Antibiotika sogar zwingend notwenig. Manchmal sogar lebenswichtig.

Worum es mir hier geht, ist ein Bewusstsein für die Einnahme dieser zu schaffen. Denn in den meisten Fällen – seien wir ehrlich – greifen wir ohne Bedenken zur Kopfschmerz Tablette oder nehmen blindlings alles, was der Arzt oft im großen Stil verschreibt…

 

Wusstest Du, dass jedes vierte gängige Medikament das Wachstum von guten Bakterienarten in Deinem Darm hemmt und dadurch die Darmflora negativ verändert?

Dazu zählen z.B. Antipsychotika, das Diabetes-Medikament Metformin, Säureblocker gegen Reflux, Wirkstoffe zur Chemotherpie, Blutdrucksenker, Schmerzmittel und Antihistaminika.

Nicht zu vergessen Antibiotika und die Anti-Baby Pille.

Medikamente zerstören die Darmflora

Medikamente zerstören die Darmflora

Jährlich sterben bis zu 60.000 Menschen an Arzneimittelnebenwirkungen – das ist mehr als zwölfmal soviel, wie die Zahl der Todesopfer im Straßenverkehr!

Hättest Du das gedacht?

Dabei kann von einem sparsamen Verordnungsverhalten der deutschen Ärzte nicht unbedingt die Rede sein.

Ich gebe Dir ein paar Beispiele:

Zum Beispiel verordnen deutsche Mediziner insgesamt 800 Millionen Tagesdosen Diclofenac und Ibuprofen pro Jahr.

Auch Du wirst mit Sicherheit – genau wie ich selbst – schon mal Ibuprofen oder ASS bei einer Erkältung oder Kopfschmerzen genommen haben.

Diese Medikamente haben die Aufgabe, ein für die Schmerzentstehung benötigtes Enzym (Cyclooxygenase) zu hemmen.

Pille eingeworfen – kurz abgewartet – Kopfweh weg!

Super, oder?

Allerdings wird Cyclooxygenase ebenfalls für die Instandhaltung von Darm- und Magenschleimhaut benötigt, sodass hier durch eine regelmäßige Einnahme erhebliche Schäden enstehen können.

Ein anderes Beispiel wären Säureblocker, wie Omeprazol, die gerne gegen Sodbrennen verschrieben werden.

Bei längerer Einnahme kann es hier zu Magnesium- sowie Kalzium- und Kaliumdefiziten mit Krämpfen und Herzrhythmusstörungen kommen. Auch Hautreaktionen, Müdigkeit, Schlafstörungen, oder Kopfschmerzen sind mögliche Folgen.

Ein ziemlich hoher Preis für etwas, das sich oft schon durch eine Umstellung in der Ernährung lindern lässt…

Weiter geht es mit Antibiotika.

Etwa jeder dritte gesetzlich Versicherte bekommt pro Jahr mindestens eine Antibiotikaverordnung. Doch dieser übermäßige Einsatz findet nicht nur in den Arztpraxen statt.

Ebenso in der Nahrungsmittelproduktion stoßen wir auf das Thema Antibiotika.

So stehen z.B. bei der Hähnchenproduktion die Hühner zu 2/3 ihrer Lebenszeit unter dem Einsatz von Antibiotika.

Das Problem – bei dessen Verzehr siedeln sich auch in unserem Darm multiresistente Bakterienstämme an. Sollte eine Antibiotikatherapie für uns notwendig sein, kann es sehr gut sein, dass das Medikament nicht mehr wirksam ist.

Ganz zu schweigen von der Veränderung der Darmflora, können diese Mittel auch individuell schwere Nebenwirkungen haben.

Diese wären Allergien, Pilzinfektionen und eine Destabilisierung der Darmflora, was wiederum das Immunsystem schwächt. Kinder zum Beispiel, die schon im Babyalter Antibiotika bekommen haben, erkranken besonders oft an Asthma.

 

Was kommt Dir nun dabei in den Sinn?

Wäre an dieser Stelle vielleicht ein Umdenken nötig?

 

Vorbeugen  – besser, wichtiger und billiger als Heilen

Es ist doch so – unsere Medizin beschäftigt sich im Wesentlichen mit dem Heilen von Krankheiten.

Kaum aber mit der Gesundheit an sich.

Es ließe sich viel unnötiges Leid (und Geld) vermeiden, wenn man das Krankwerden von vornherein umgehen würde.

Ist Vorsorge nicht besser als Nachsorge?

Wie stehst Du dazu?

Sollten wir nicht selbst viel aktiver werden, Förderliches für die Erhaltung und sogar Verbesserung unserer Gesundheit zu unternehmen?

Ich denke ja! Ganz klar, ja! :)

 

5.     Wie Übergewicht mit Deiner Darmflora zusammenhängen kann

Übergewicht ist der Auslöser vieler Zivilisationskrankheiten.

In den westlichen Industrienationen hat die Zahl übergewichtiger Menschen in den letzten Jahrzehnten explosionsartig zugenommen.

Allein in Deutschland weist nur noch etwa 1/3 der erwachsenen Bevölkerung ein gesundheitlich wünschenswertes Körpergewicht auf.

Auch unter Kindern und Jugendlichen tritt vermehrt Adipositas (Fettsucht) und Übergewicht auf.

Die Folgen sind Einschränkungen der Lebensqualität und schwere gesundheitliche Schäden.

 

Einige davon wären etwa:

  • Risiko für Bluthochdruck
  • Diabetes
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Fettstoffwechselstörungen
  • Arteriosklerose (Ablagerungen in den Arterien)
  • Reflux (Sodbrennen)
  • Arthritis
  • Gicht
  • Venenthrombosen
  • vielfältige Gelenkserkrankungen

 

Übergewicht und Darmflora

Übergewicht und Darmflora

Dabei gibt es für das Übergewicht viele Gründe!

Zu wenig Bewegung, minderwertige Lebensmittel, hoher Alkoholkonsum, hormonelle Schwankungen, aber eben auch eine gestörte Darmflora.

Übergewicht und Darmbakterien

Kennst Du das nicht auch, dass manche Menschen schneller zuzunehmen scheinen als andere, obwohl sie das gleiche und gleich viel essen?

Tatsächlich kann das mit der individuellen Darmflora zusammenhängen.

Fakt ist, dass übergewichtige Menschen eine andere Darmflora als Normalgewichtige haben.

Ebenfalls Fakt ist es, dass Menschen, deren Darm mit vielen verschiedenen Bakterienarten besiedelt ist, ein geringeres Risiko für Übergewicht haben.

Diese Artenvielfalt an Bakterien (Diversität) kann von Mensch zu Mensch stark variieren.

Antibiotika, Infektionen, zunehmendes Alter, eine einseitige Ernährung oder Rauchen sind Ursachen einer abnehmenden Diversität.

 

Beherbergst Du also wenig verschiedene Bakterienarten, legst Du schneller an Gewicht zu.

Ist die Bakterienvielfalt gering, dominieren nämlich Bakterienstämme, die selbst schwer verdauliche Nahrung besser aufschließen als andere Bakterien und zu einer erhöhten Freisetzung von Kalorien aus der verzehrten Nahrung führen.

Die Folge – Du nimmst leichter & schneller zu.

Reduziert sich das Gewicht wieder, so wird automatisch auch die Darmflora verändert.

Willst Du also langfristig abnehmen oder schlank bleiben, so achte auf einen intakten Darm. :)

 

6.     FAZIT

So, Du bist am Ende des ersten Teils angekommen  – gut durchgehalten! :)

Ich hoffe doch, dass Du Deinen Freund, den Darm nun besser kennst und verstehst! Seine Zeichen besser deuten kannst. Besser auf seine Bedürfnisse eingehen wirst!

 

Ich möchte Dich zum Schluss noch mal deutlich darauf hinweisen, dass ein intakter Darm und eine grundlegende Gesundheit nur und ausschließlich mit Deiner Einsicht und Deiner aktiven Mitarbeit möglich sind!

Wir haben es heute mit einer Vielzahl an chemisch-synthetischen Stoffen zu tun, die unser Verdauungssystem kontaminieren und schädigen.

Seien es Zusatzstoffe in industriell hergestellten Nahrungsmitteln, Insektizide, Pestizide, Fungizide, Schwermetalle, oder Medikamente – sie alle stellen uns und unsere Gesundheit vor große Aufgaben.

 

Letzten Endes ist es doch so – wir selbst sind für beide Bereiche mitverantwortlich und zuständig: Für das, was aus der Umwelt in unseren Körper kommt und für das, was wir uns selbst in den Mund stecken! 

 

Hast Du Dich in einigen der obigen, schadenbringenden Punkte wiederentdeckten können?

Gut! Dann fang an diese Gewohnheiten zu bekämpfen!

 

Darmflora, Intoleranzen, Unverträglichkeiten und Enzyme werden übrigens die Themen im zweiten Teil dieser Beitragsreihe sein!

In den kommenden Tagen wird neben den weiteren Beiträgen außerdem noch ein umfassendes E-Book erscheinen!

In diesem E-Book wirst Du praktische Ansätze zu dem Thema #FFDarmGesundheit präsentiert bekommen, die Du direkt umsetzen kannst!

Ich will, dass Du mehr aus Dir herausholst! Ob an Lebensqualität, Power oder Leistungsfähigkeit. einfach MEHR!

Du bekommst sofort Bescheid, sobald das Book online erhältlich ist!

Bis dahin, bleib gesund!

 

Deine

unterschrift

 

 

 

 

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verwendete Quellen & weiterführende Literatur:

  1. Runow, K.D.: Der Darm denkt mit: Wie Bakterien, Pilze und Allergien das Nervensystem beeinflussen. Südwest Verlag, München, 2011
  2. Herbert Lippert, Lehrbuch Anatomie, Urban und Fischer, München 2011
  3. Meuer S. Probiotika und Immunsystem. Beilage CME 2009; Band 6; Heft 1
  4. Steininger B. Lymphatisches System – Zellen und Mechanismen. In: Drenkhahn D. (Hrsg.): Benninghoff Drenckhahn Anatomie, Bd. 2, 16. Aufl. Urban & Fischer, München 2004
  5. Nicole Lauscher: Intelligenz im Bauch. Focus Online, 24.09.201
  6. Fasano, A.: Systemic autoimmune disorders in celiac disease. Curt Opin Gastroenterol. 2006; 22:674-679
  7. Eid WE: Osteodystrophy in celiac disease: ultimate complications and possible treatment. S D Med 2009.62(11):429-31
  8. Runow, K.D.: Wenn Gifte auf die Nerven gehen. Wie wir Gehirn und Nervensystem durch Entgiftung schützen können, Südwest Verlag, München, 2. Auflage, April 2009, S. 86
  9. Collin, P., Reunala, T.: Recognition and management of the cutaneous manifestations of celiac disease: a guide for dermatologists. Am J Clan Dermatologen, 2003; 4:13-20
  10. Enders, G.: Darm mit Charme. Alles über ein unterschätztes Organ. Ullstein Buchverlage GmbH, Berlin, 2014

 

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