Was Du von 3 erfolgreichen Sportlern über Mentale Stärke lernen kannst

Was Du von 3 erfolgreichen Athleten über Mentale Stärke lernen kannst-3

Als ich Fitness-and-Food vor gut zwei Jahren gegründet habe, hatte ich ein klares Ziel vor Augen:

Ich wollte meinen Lesern zu einem fitteren, gesünderen “ICH” verhelfen. Antworten auf ihre Fragen liefern. Sie motivieren, etwas zu verändern.

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Wenn Du Fitness&Food bereits länger verfolgst, tust Du das, weil Du hier Antworten findest. Du findest Inspiration, Ideen, lässt Dich eventuell sogar individuell von mir coachen.

Du kennst bereits die Grundpfeiler einer gesunden Ernährung, körperlichen Trainings, kennst allerlei Fitness-Rezepte – Du weißt mittlerweile viel.

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Doch was bringt Dir das Wissen, wenn Du es nicht umsetzen kannst? 

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In diesem Artikel soll es um einen weitern Grundpfeiler auf Deinem Weg zu einem fitteren, gesünderen ICH gehen.

Einen, ohne den all Dein Wissen nutzlos ist.

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Es geht um Mentale Stärke

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“Es ist nicht genug zu wissen – man muss auch anwenden. Es ist nicht genug zu wollen – man muss auch tun.”

– Johann Wolfgang von Goethe

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Auch als Food-Coach mache ich oft die Erfahrung, dass der erste Schritt nicht immer der schwierigste ist – es ist das Dranbleiben, an dem viele scheitern!

Dieses Schema lässt sich aus dem Bereich Ernährung bestens auf alle anderen Bereiche des Lebens, wie Sport, Arbeit etc. etc. übertragen.

Die Liste ist endlos.

Fakt ist – Du möchtest Deine Ziele erreichen, nicht vom Kurs abkommen. Ansonsten wärst Du jetzt nicht hier.

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Um Dich auf diesem Weg bestmöglich zu unterstützen, habe ich 3 erfolgreiche deutsche Athleten interviewt, sie nach ihrer Geschichte gefragt und ihnen die Frage nach ihrem “Geheimrezept” gestellt.

Um ehrlich zu sein, waren es eine Menge Fragen :)

Also nimm Dir ein wenig Zeit für diesen Artikel und erfahre, wie Du mentale Stärke & Motivation entwickelst.

Sei es beim Sport, beim Abnehmen, für den Job, oder jeden anderen Bereich Deines Lebens.

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Was ist Motivation?

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“Ein Gefühl” – Elli Hachmann

“Eine feste Definition” – Johannes Kwella

“Ein Wille” – Lukas Lohkemper

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Drei Athleten, drei unterschiedliche Definitionen.

Jeder von ihnen ist auf seinem Weg sehr erfolgreich.

Jeder von ihnen jongliert mit mehreren Säulen im Leben.

Jeder von ihnen hat offensichtlich ein anderes Verständnis von Motivation.

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Was ist also, wenn ich Dir sage, Motivation ist nur die halbe Miete?

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Johannes Kwella, Familienvater, Sportler, Trainier und Buchautor, führt die Bedeutung von Motivation auf ihren Ursprung zurück – “bewegen” 

Es geht nicht etwa um körperliche Bewegung, sondern darum, sich selbst dazu zu bewegen, etwas zu tun.

Das ist schön und gut…aber was kommt danach?

Hier spricht Johannes einen weiteren, interessanten Punkt an:

“Motivation ist kurzfristig. Sie treibt Dich anfänglich an […] danach müssen Disziplin und Selbstbeherrschung ran.”

In anderen Worten: Deine Mentale Stärke ist gefragt!

Was ist Mentale Stärke

Im Grunde geht es um Vertrauen in das eigene Leistungsvermögen.

Im Lexikon der Psychologie¹ wird Mentale Stärke (engl. mental toughness) als das Ergebnis von persönlichen Überzeugungen, Einstellungen und Denkprozessen dargestellt, die dazu führen, dass sich Personen

 

  • herausfordernde Ziele setzen
  • an diesen auch unter Schwierigkeiten festhalten
  • Misserfolge besser wegstecken
  • eine höhere Motivation aufweisen
  • sich weniger ablenken lassen und
  • insgesamt mehr Anstrengung und Ausdauer zur Erreichung ihrer Ziele aufbringen

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Und genau das kannst Du trainieren – genau wie einen Muskel! 

Was erfolgreiche Sportler anders tun – drei inspirierende Geschichten

In diesem Artikel lernst Du die Erfolgsrezepte des Mentalen Trainings meiner drei Interviewgäste kennen.

Du lernst sie selbst näher kennen.

Du erfährst, was sie bisher erlebt und geleistet haben.

Du liest, welche Hürden sie nehmen, welche Niederlagen sie einstecken mussten, um heute da zu stehen, wo sie sind.

Du erkennst, warum sie wissen, wovon sie sprechen, warum sie Dich inspirieren können.

Also, lass Dich inspirieren! :)

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Ladies first…

Elisabeth Hachmann ist Mutter, Physiotherapeutin, Personal Trainerin und Brandmanagerin einer Getränkemarke.

 

Und sie ist erfolgreich dabei!

Als ich Elli nach den drei wichtigsten Säulen in ihrem Leben fragte, sagte sie, es seien:

“Liebe. Familie. Sport” 

 

Elli Hachmann – beschreibt sich selbst als stark, humorvoll und emphatisch

Dass Sport eine wichtige Rolle in ihrem Leben einnimmt, beweist ihr ambitionierter Werdegang.

“schon als Kind […] angefangen beim Voltigieren, Feldhockey, Eiskunstlauf, Ballett, Kampfsport, Fitness, CrossFit” ist sie letztendlich beim Olympischen Gewichtheben gelandet.

“Sport ist ein wichtiger Teil meines Lebens, weil mir Sport sehr viel Freude bereitet. Ich bin eher hyperaktiv veranlagt und wüsste auch keinen besseren Ausgleich.” so die 34-jährige Powerfrau. 

Dennoch – zur Lebensaufgabe hat sie sich neben ihrem Training eine funktionierende “Work-Life Balance” gemacht.

Also wie funktioniert das?

Job(s), Familie, Sport, Liebe – all das unter einen Hut zu bekommen?

Ich habe für Dich nachgefragt…

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Elli, bei all den Aufgaben, die Du täglich bewältigen musst – gibt es Gewohnheiten, die Dir Rhythmus bzw. eine gewisse „Kontrolle“ im Alltag geben?

“Ich mache in der Tat viele verschiedene Dinge.

Ich bin Mutter, Freundin, Personal Trainerin, Physiotherapeutin, Online Coach, manage eine Getränkemarke, muss sehr viel reisen und versuche nebenbei noch Leistungssportlerin zu sein.

Ich muss meinen Alltag gut durchstrukturieren damit das alles klappt. Inzwischen habe ich da aber meinen Rhythmus gefunden und weiche selten davon ab. Deshalb fällt es mir auch verhältnismäßig leicht den Alltag zu bewältigen.”

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Man sagt, Mentale Stärke ist, auch unter Schwierigkeiten an seinen Zielen festzuhalten – wie gut funktioniert das bei Dir? Hast Du auch mal Bedenken, ob das, was Du tust das Richtige ist? Falls ja, wie räumst Du Zweifel erfolgreich aus dem Weg?

Elli gibt ein aktuelles Beispiel: “Ich hatte mir vorgenommen dieses Jahr bei der Europa Meisterschaft (EM) im Gewichtheben mitzumachen und habe mein komplettes Training der letzten 12 Monate danach ausgelegt. Vor ein paar Wochen kam ein neuer Job dazu […]. Zusätzlich habe ich diesen Sommer evtl. die Möglichkeit mit meiner Familie für zwei Monate nach San Diego zu reisen- etwas, was nächstes Jahr nicht mehr möglich ist, weil mein Sohn dann zur Schule gehen wird.

Diese beiden Dinge bringen mich nun dazu, dass ich überlege mein Vorhaben mit der EM im August abzublasen. Der ein oder andere hält das vielleicht für bescheuert, denn schließlich habe ich bereits hart dafür gearbeitet. Aber ich profitiere auch so von meinen bisher erreichten „gainz“ und trainiere ja nicht nur für einen Wettkampf.

Wie gesagt liebe ich den Sport. Ich liebe aber auch meinen Job und meine Familie und am Ende des Tages muss ich mit meinen Entscheidungen und Kompromissen leben und kein anderer.”

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Angst vor dem Scheitern ist auch etwas, was uns auf unserem Weg aus der Bahn werfen, oder uns gar nicht erst mit einem Vorhaben anfangen lassen kann. Wie gehst Du damit um?

“Ich frage mich in Momenten, wo mich die Angst packt immer:

Was ist das Schlimmste was passieren kann?

Meistens ist selbst der „worst case“ in Wirklichkeit nicht so schlimm und ich schaffe es dann wieder etwas gelassener mit der Sache umzugehen.”

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Was bringt Dich letztendlich dazu Tag für Tag an Deinen Lebenszielen zu arbeiten? Ist es eher ein interner oder ein externer Antrieb?

“Meine individuellen Ziele im Leben sind alle intrinsischer Natur.

Sie geben mir das Gefühl von Selbstverwirklichung, Lebendigkeit und Sicherheit.

Es fällt mir deshalb auch nicht schwer den Großteil der Zeit Dinge zu tun, die mich näher an meine Ziele bringen.

Natürlich gibt es Phasen, wo ich Stress bei der Arbeit oder in meinem Privatleben habe und wo es mir dann schwerer fällt. Ich kann mich aber relativ schnell wieder fangen und mache dann einfach weiter wie bisher.”

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“Ich persönlich meditiere morgens regelmäßig”

Viele Menschen,  die ihre sportlichen & gesundheitlichen Ziele verfolgen und gleichzeitig ihren Alltag bewältigen müssen, wirken oft „ausgelaugt“, lassen sich von anderen Sachen leicht ablenken und vom Weg abbringen. Bei Dir scheint es das Gegenteil zu sein – verrätst Du uns Dein Geheimnis? 

“Viele Menschen haben verstanden, dass sie ihren Körper pflegen müssen um fit und gesund zu sein. Sie gehen ins Fitness Studio und versuchen sich gesund zu ernähren. Viele handeln proaktiv und warten nicht einfach darauf, dass der Körper ungesund und krank wird.

Bei unserem Geist ist es aber häufig anders. So würde niemand mit ungeputzten Zähnen das Haus verlassen, aber viele verlassen Tag für Tag ihr Haus noch mit dem Stress des gestrigen Tages in ihren Gedanken. Manche sogar mit dem Stress Tausend anderer Menschen, wenn das erste womit sie sich morgens beschäftigen die Nachrichten sind oder Instagram und Facebook.

Wir brauchen körperliches Training um gesund und leistungsfähig zu seinUnd genauso brauchen wir auch mentales Training, um mental gesund zu bleiben.

Wir trainieren unsere körperlichen Muskeln, damit wir Dinge schaffen können. Wir trainieren unsere mentalen Muskeln damit wir lernen Dinge nicht zu tun, inne zu halten, gelassen zu bleiben, nicht sofort auf Emotionen zu reagieren.

Und genau so, wie wir regelmäßig ins Fitness Studio gehen müssen, um uns körperlich weiterzuentwickeln, müssen wir auch unsere mentalen Muskeln regelmäßig trainieren.

Ich persönlich meditiere morgens regelmäßig und profitiere sehr davon in Zeiten von Stress einen klareren, objektiveren Geist zu haben […].

Stress bedeutet ja letztendlich, dass Dinge nicht so sind wie man sie sich wünscht. Nehmen wir aber das Beispiel Stau: man kann in diesem Moment nichts daran ändern. Nützt es dann sich Stress zu machen? Meistens nicht.

Wenn man aber keinen klaren, objektiven Geist hat, sondern schon gestresst ins Auto gestiegen ist, sinken die Chancen drastisch, dass man in solchen Moment einen Ort der Ruhe und Gelassenheit in sich findet….Und so ist es auch in den meisten anderen Alltagssituationen.”

 

Mache Dir Deine Ziele BEWUSST

 

Wo wir gerade vom körperlichen Training sprechen –  was rätst Du den Menschen, die sich zum Sport zwingen müssen?  Wie können sie es schaffen, nicht sofort wieder das Handtuch zu werfen?

“Sie müssten sich bewusst machen warum genau sie Sport machen wollen. Was ist ihr Ziel?

Wer sein Ziel kennt und es unbedingt erreichen möchte, wird auch in Zeiten wo es schwer fällt sich zu motivieren nicht direkt das Handtuch werfen bzw. nach einem Rückschritt nicht gleich aufgeben sondern weiter machen.”

 

Was die Ziele anbetrifft – so trainieren viele (meist Frauen) hauptsächlich aus optischen Gründen – sie wollen abnehmen, eine schönere Figur bekommen etc. Das Training ist also “Mittel zum Zweck”

Wie ist es bei Dir? Und findest Du, dass solche externe Motivation dem Dranbleiben mehr schaden kann, als gut tun?

 

“Ich trainiere, weil es mir Spaß macht. Es ist mein Hobby und meine Leidenschaft. Ich fühle mich außerdem gut, wenn ich meinen Körper und meine Gesundheit pflege.

Ich würde das als intrinsische Motivation bezeichnen.

Unabhängig davon habe ich aber auch den Wunsch dabei noch gut auszusehen, was eher extrinsisch ist.

Ich denke das ist irgendwo auch „normal“ und, dass viele Frauen daran interessiert sind eine schöne Figur zu haben (was z.T. jede anders für sich definiert). Jedenfalls schäme ich mich nicht als Athletin zu sagen, dass ich neben meiner Leistung auch gerne ein Sixpack habe.”

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Selbst mit dem Antrieb, besser auszusehen oder abzunehmen scheitern viele mittendrin, verlieren die Lust, die Motivation, manchmal sogar den Glauben daran, dass sie es jemals schaffen können. Andere wiederum haben Schwierigkeiten überhaupt zu starten.

Was ist Deiner Meinung nach das Geheimnis für das Dranbleiben bzw. das „Anfangen“?

“Viele Menschen setzen sich zu große Ziele ohne sich ein realistisches Bild davon zu machen wieviel Arbeit dahinter steckt.

Bevor du anfängst: Analysiere vorher wofür du das machst, ob das Ziel realistisch ist und ob du dazu bereit bist, viele Kompromisse einzugehen um das Ziel zu erreichen.

Menschen, denen es schwer fällt überhaupt anzufangen würde ich empfehlen etwas zu finden wofür sie wirklich brennen und sich nicht danach zu orientieren was andere machen oder gut finden.”

 

Elli, welchen Tipp möchtest Du abschließend an die Leser weitergeben?

“Finde heraus worin du gut bist und setze alles darauf. Keiner kann sein wie du. Das ist deine Stärke!”


 

Dieser Mann hat bereits 50kg abgenommen

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Mein nächster Gast war Lukas Lohkemper – aktuell Student, zudem Ehemann, Trainier und Fotograf.

Lukas’ größte Hürde ist es

“für jemanden, der sehr viele Jahre wirklich dick war IMMER auf Spur zu bleiben

Wenn Du einen ähnlichen Weg gegangen bist (oder sogar gerade gehst), kannst Du sicher nachvollziehen, wie schwer sowas ist.

Der Bielfelder hat sich – neben seinem beruflichen Erfolg –  konkrete, private Ziele gesteckt. Mit seiner Frau in naher Zukunft eine Familie zu gründen und die 90kg Körpergewicht Marke zu unterschreiten stehen oben auf der Zielliste.

Nach den drei wichtigsten Säulen seines Lebens gefragt, antwortete Lukas:

“Meine Frau. Sport. Fotografie” 

Lukas Lohkemper – Ehemann, Student, Trainier & Fotograf

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Auch Er beschreibt Sport als “DEN Dreh- und Angelpunkt in seinem Leben.”

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“Ich habe Sport eigentlich schon mein Leben lang gemacht, auch wenn ich nie so ausgesehen habe :D” erzählt der 31-jährige lachend

“Angefangen […] mit Leistungsschwimmen und Wasserball. Dazu kamen ein paar Abstecher zu Basketball, Volleyball und dem Joggen […]. Nach ein paar unmotivierten Jahren ging es dann mit Football weiter. Während dem Football bin ich dann auch das erste mal mit Krafttraining in Berührung gekommen, habe Gefallen daran gefunden und bin seit dem am Ball.”

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Lukas hat das geschafft, was sich viele wünschen. Was viele versuchen. Woran viele leider scheitern.

Ich habe ihn für Dich gefragt, was ihn motiviert stark zu bleiben, durchzuhalten und an seinen Zielen zu arbeiten.

Hier ist seine Geschichte.

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Lukas, was hat Dich dazu bewegt Trainer zu werden?

“Trainer bin ich geworden, da ich gerne etwas zurückgeben wollte und um Leuten […] mit den Erfahrungen zu helfen, die ich auf meiner Reise gemacht habe.

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“Ich glaube es hilft Menschen, wenn sie ein Gegenüber haben, der das, was ihnen bevor steht, selbst erfahren hat und es versteht z.B. aus Frust zu fressen, mit Nahrung Gefühle zu kompensieren, gehänselt zu werden etc.”

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Es ist in meinen Augen authentisch, wenn so einer seinem Klienten etwas sagt, wie „Wenn ich das kann, dann kannst du das auch!“ oder „Ich weiß wie du dich fühlst!

 

Welche Dranbleibe-Tipps hast Du als Trainier für die Leser, die keine rechte Lust am Sport haben, sich aber trotzdem wünschen, durchtrainierter und fitter zu sein?

“Klein anfangen und sich eine Form der Bewegung suchen, die einem im besten Fall auch Spass macht und nicht als Qual empfunden wird.

Spass ist der beste Motor!

Aber Motivation wächst leider nicht auf Bäumen und den Arsch hochkriegen muss da leider jeder selbst. Was vielleicht hilft ist, sich einen Leidensgenossen zu suchen und sich gegenseitig zu pushen, auch wenn es mal etwas schwerer fällt.”


Zwischen diesen Bildern liegen 3 Jahre und 48 Kilo

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Du hast mit Deiner Einstellung gesundheitlich das geschafft, wofür viele kämpfen. Ging es bei Dir immer bergauf, oder hattest auch Du mal mit Niederlagen zu kämpfen? Falls ja, was hat Dich motiviert danach dennoch weiter zu machen?

“Natürlich! […] Mich motiviert es zum einen mit meiner Frau gesund alt werden zu können, aber auch hoffentlich für unsere Mitglieder (im Training) ein gutes Beispiel zu sein […] und da ich gerne ernst genommen werde in punkto Training, bleibe ich da am Ball.”

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Das kann ich absolut nachvollziehen :) Von welchen Lebens-Einstellungen profitierst Du auf Deinem Weg am meisten, was macht Dich mental so ausdauernd?

“Ich bin absoluter Arnold Schwarzenegger Fan und seine 6 rules in life to success sind für mich wegbegleitend.”

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“Vertraue in Dich selbst.

Brich mit den Regeln (der anderen).

Habe keine Angst zu scheitern.

Höre nicht auf die Nein-Sager.

Arbeite so hart Du kannst.

Gebe etwas zurück

 

Das klingt alles sehr bestimmt und selbstsicher! Hast Du nie Zweifel an Deinem Ziel, oder Angst, dass es schief geht?

“Natürlich! Klar mache ich mir auch Gedanken über die Zukunft! Was ist wenn mal keiner mehr was von meinen Fotografien  wissen will? Lässt sich damit immer Geld verdienen und leben?

Aber die Frage, die viel wichtiger ist:

Was wäre wenn doch?! Was ist denn, wenn man damit erfolgreich und vor allem glücklich ist?

Wie soll man das sonst rausfinden, wenn man es nicht probiert? Im schlimmsten Fall, aufstehen, Krone richten und weiter machen…aber es nicht wenigstens versucht zu haben ist für mich schlimmer als scheitern.”

 

 “Wenn das Ziel nur Mittel zum Zweck ist, dann ist am Tag der gesetzten Deadline Schluss, egal wie erfolgreich man war oder auch nicht!”

 

Nach dieser Aussage wird Deine Selbstdisziplin eher von dem Leitsatz „Der Weg ist das Ziel“ als  „Mittel zum Zweck“ gesteuert. Ist das korrekt? 

“Ein Stück weit beides. Wenn ich es auf das Thema Ernährung, Diät etc. […] beziehe, dann habe ich mit beidem Erfolge erzielt. Jedoch ist „Der Weg ist das Ziel“ oder man könnte es auch nennen „Love the process“ der zumindest für mich persönlich „richtige“.

Ich war mal ein super Schwergewicht mit ungefähr 140 Kilo  und habe dann stark abgenommen.

Meine ursprüngliche Motivation damals abzunehmen war nicht etwa sowas wie

„Hey wenn du so weiter machst, wirst du niemals 50“

„Hilfe ich komme die Treppe nicht mehr hoch“ oder

„Ich kann meine Schuhe nicht mehr alleine binden“

sondern, dass ich meiner tollen Frau 2011 den Heiratsantrag gemacht habe und als wir in der Planungsphase waren und das Thema Hochzeitsfotos kam, ich nicht mein Leben lang später Bilder von mir als dicker Mann angucken, oder sie gar später meinen Kindern zeigen wollte!

“Meine Motivation war es für unsere Hochzeitsbilder abzunehmen!”

Meine Motivation war, für unsere Hochzeitsbilder abzunehmen!

[…] Ich hatte am Tag unserer Hochzeit im September 2012 mein Ziel erreicht und habe mit 101 Kilo auf der Waage geheiratet.

Nach der Hochzeit stieg dann langsam mein Gewicht wieder an.

Ich hatte meine Motivation verloren, da mein Ziel erreicht war.

Man muss dazu sagen, dass ich mich damals weder mit Ernährung noch mit Trainingslehre wirklich intensiv auseinander gesetzt habe. Ich hatte wirklich drastisch Kalorien reduziert und einfach nur stumpf „gepumpt“ und endete eher als „skinny fat“ als „muskulös“.

Der Punkt ist: wenn das Ziel nur Mittel zum Zweck ist, dann ist in der Regel am Tag der gesetzten Deadline Schluss, egal wie erfolgreich man war oder auch nicht.

Als ich wieder bei 118 Kilo angekommen war, habe ich erkannt das es wieder in eine Richtung geht, die falsch ist. Ich habe die Zügel wieder straffer gezogen, vor allem habe ich mich mit Ernährung und Training auseinander gesetzt […].

Während der Zeit habe ich auch eine richtige Leidenschaft für das Training entwickelt und Spaß daran empfunden.

Das sind meiner Meinung nach die richtigen Vorraussetzungen, um etwas langfristig erfolgreich zu machen.

Es ist egal wie hart und lang der Weg ist, denn dann geht man diesen mit einem Lächeln!

Letztendlich bin ich mit meinem Körpergewicht bis 92.5 Kilo runtergekommen und war gesünder und fitter als je in meinem Leben zuvor!”

 

Nehmen wir nochmal Dein Abnehm-Ziel als Beispiel – denn genau hier fehlt es vielen an Durchhaltevermögen! Du hattest dazu ein tollen Tipp! Magst Du ihn nochmal vorstellen?

 

Visualisiere Deine Ziele – mache Fortschritte greifbar!

“Ich habe für meine Frau und mich je zwei Gläser gekauft, die an unserer Waage stehen.

Das eine Glas ist leer, das andere mit kleinen Glassteinchen gefüllt.

Ein Glasstein steht für 500g und wenn diese abgenommen sind, darf es von dem „To Go“ Glas in das „Shredded“ Glas wechseln.

Auf diese Weise wird Fortschritt greifbar und man kann die kleinen Erfolge besser feiern.

Manchmal ist es aber auch einfach toll, wenn man Leuten von seinem Ziel erzählt, die einen als Spinner und Träumer abstempeln, um ihnen das Gegenteil zu beweisen…war auch in meiner Diät ein nicht ganz kleiner Motor! ;)”

 

Tolle Sache! Das bedeutet, der externe Wunsch, überschüssige Kilos zu verlieren kann durchaus ein guter & funktionierender Antrieb sein?

“Prinzipiell kann es ein guter Anreiz sein, um erstmal in den Quark zu kommen und den Wunsch zu hegen, etwas zu verändern, aber wenn nicht ab irgendeinem Punkt der Spass oder die Leidenschaft dazu kommt, dann ist das Scheitern oder der Abbruch auf kurz oder lang vorprogrammiert. 

Motivation gets you started, but habit keeps you going.

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Lukas, gibt es noch einen abschließenden Tipp, den Du den Lesern mitgeben möchtest?

“Manchmal ist der Weg zum Ziel kein Sprint, sondern ein Marathon und sich das vor Augen zu halten ist ganz wichtig, um unterwegs nicht vorschnell aufzugeben!

Die wenigsten Träume erfüllen sich über Nacht!”

 


 

Johannes Kwella – Familienvater, Sportler, Trainier und Buchautor

Johannes Kwella war mein nächster und letzter Gast. Ich bin der Meinung, dass Du auch von ihm eine Menge über Mentale Stärke lernen kannst!

Lass mich Dir kurz erklären, warum…

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Johannes Kwella lebt nach dem Motto “One life. Live it well. Später ist auch noch Zeit erwachsen zu sein!”

Als Jugendlicher wollte der Berliner mit 30 Jahren Millionär sein, Familie war ihm gar nicht wichtig.

“Dieses Ziel war allerdings so dermaßen oberflächlich, dass ich es nicht wirklich verfolgt habe und demnach auch noch nicht bin.” – fügt der mittlerweile zweifache Familienvater lachend hinzu.

Heute nach den drei wichtigsten Säulen in seinem Leben gefragt, steht Familie für ihn an erster Stelle – gefolgt von Sport und Ernährung.

“Mit Anfang 20 wollte ich auch irgendwann mal 3 Kinder haben und das wollte ich tatsächlich.”  – erklärt Johannes.

“Dieses Ziel habe ich auch verfolgt und habe bereits 2 Kinder in die Welt gesetzt. Mal schauen wann Nummer 3 das Licht der Welt erblickt!” 

Fernab seiner privaten Ziele, sieht er seine Berufung darin, Menschen zu mehr Lebensfreude zu verhelfen.

“Sei es durch mehr Gesundheit, leichterem Bewegen an sich oder der Entdeckung, dass man auch kräftig sein kann und das Leben dadurch leichter und man selbst unabhängiger wird. Ich möchte der zunehmend mehr sitzenden Bevölkerung zeigen, wie schön es ist sich zu bewegen.” (…was für ein treffender Satz :) )

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Vielleicht findest Du Dich als Leser in dieser Aussage wieder.

Vielleicht hast Du ähnliche Ambitionen.

Der Weg zum Ziel ist sicher kein Spaziergang. Um anzukommen, muss man einige Steine erfolgreich aus dem Weg räumen.

“Ich müsste aus den Steinen langsam eine Villa bauen können” – so der 32-jährige Berliner

” […] aber der Weg ist für mich das Ziel und ich liebe jeden Schritt zu gehen.

Manchmal läuft man in einen Haufen Scheiße aber in der überwiegenden Zeit sind sehr schöne Orte zu sehen. Man muss es nur angehen und losgehen!

“Sport ist Alles”

Auch in seinem Leben nimmt Sport eine wichtige Stellung ein – bereits mit 10 Jahren im Kampfsport angefangen kam er 12 Jahre später zum Fitness und Kraftsport.

Dass Bewegung & Training für ihn nicht einfach nur optische Gründe haben, untermauert er im folgendem Satz:

“Sport spielt eine übergeordnete Rolle in meinem Leben, denn ich fühle mich besser mit Sport und bin zu mehr Dingen fähig. Ich kann meine Kinder oder einen Großeinkauf problemlos herumtragen und mit ihnen spielen.”

22 Jahre leistungsorientiertes Training – wie schafft es Johannes dranzubleiben?

Ich habe für Dich nachgefragt…

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Johannes, Du bist Familienvater, Sportler, Trainer und nun auch Buchautor. Was bringt Dich dazu tagein, tagaus so konsequent an Deinen Zielen zu arbeiten?

“Ich habe so eine tiefe Arbeitslust. Ich mag es einfach Dinge zu kreieren und Projekte zu haben.

Ich brauche ein Ziel, damit ich nicht im Hier und Jetzt versinke.

Es ist also in erster Linie ein interner Antrieb. Aber meine Familie lebt auch nicht vom Dank, den ich erhalte, sondern vom Geld insofern ist Geld auch ein externer Antrieb […].”

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Welche Gewohnheiten geben Dir dabei einen gewissen Rhythmus, um all das erfolgreich stemmen zu können? 

 

“Mein Rhythmus ist früh aufstehen und den Tag an den Eiern packen – nicht umgekehrt!”

“Tatsächlich ist erst mit meinem Buchprojekt wirklich eine Routine entstanden. Vorher habe ich in den Tag hineingelebt und mich geärgert, dass ich so wenig gebacken bekomme. Ich musste auf mehreren Hochzeiten das Tagesgeschäft handlen und bin in vielen Projekten nicht voran gekommen. Bis ich das Buch geschrieben habe.

[…] zuletzt bin ich gegen 4:45 Uhr morgens aufgestanden, um bis zum Erwachen meiner Familie bereits das meiste an Emails oder Schreibkram erledigt zu haben. Dann hatte ich nicht mehr so viel Druck den restlichen Tag noch performen zu müssen und konnte entspannter auf unvorhergesehene Familienereignisse reagieren.”

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Das klingt nach einer klaren Struktur! Hast Du auch konkrete Tipps, von denen Du selbst bisher am meisten profitieren konntest?

Einer der wertvollsten Tipps stammt von meinem Freund Julian Zietlow:

 „Starte lieber unperfekt, als perfekt zu zögern.“

Darüber hinaus […] gibt es nichts, was „just do it!“ (Nike) schlagen kann.

Manchmal bin ich erschlagen von der Flut zu erledigender Aufgaben, aber wenn man erst einmal angefangen hat, kann man nach und nach die wichtigen Dinge abarbeiten und kommt so schneller zum Ziel.” 

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“Just do it!” – ist das auch etwas, was Du den Fitness&Food Lesern raten würdest – einfach anfangen? 

“Wenn du eine gute Idee hast, solltest du sie auf Herz und Nieren prüfen und danach verfolgen bis das Schiff läuft oder untergeht aber wichtig ist ALL IN. Halbherzig auf drei Hochzeiten tanzen bringst dir nichts. Da spreche ich aus eigener Erfahrung.”

 

Was ist mit Menschen, die Angst haben anzufangen – sich vielleicht nicht trauen, aus Angst ihr Ziel nicht zu schaffen?

“Ich glaube fest an den Grundsatz „Am Ende wird alles gut. Und wen es nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende.“

[…] Wer Angst vorm Scheitern hat, hat auch Angst sich zu entscheiden. Aber Entscheidungen zu treffen, ist einer der wichtigsten Eigenschaften für die Geschehnisse der Gegenwart, die die Zukunft beeinflussen.

[…] Die Angst […] lähmt deine gesamte Einstellung und lässt dich im Chamäleon-Modus neben der Welt her leben und sie einfach passiv wahrnehmen. Du schaust lieber zu und stehst nicht im Mittelpunkt des Geschehens.

Aber wenn du Entscheidungen triffst, nimmst du dein Leben und deine Umwelt aktiv in die Hand und gehst deinen Weg.

Du entscheidest was als nächstes passiert!

Das bedeutet nicht, dass du immer richtig liegst, aber wenn du eine falsche Entscheidung getroffen hast, dann erkennst du dies und nimmst die nächste Entscheidung in die Hand, die dich da wieder rausboxt.”

DM_Juggling

„Wenn du tust was du liebst, wirst du nie mehr arbeiten müssen.“

 

Wie ist es bei Dir persönlich – Du wirkst auf Deinem Weg sehr ausgeglichen und entschlossen. Was ist das Geheimnis?

“Ich denke, dass ein großer Faktor der ist, dass ich liebe was ich tue. Ein altes Sprichwort lautet:

„Wenn du tust was du liebst, wirst du nie mehr arbeiten müssen.“

Ich denke, dass ich genau das lebe. Ich liebe meine Arbeit und ich habe das innere Bedürfnis zu tun was ich tue. Dies endet nicht selten in einer über 60-Stunden-Woche. Aber ich liebe es und deshalb macht es mir nichts aus.

[…] Das Geheimnis lautet: „liebe was du tust und du wirst ein erfülltes Leben leben.“

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Das unterschreibe ich sofort! :) Johannes, Du sagst, mit der Motivation zum Sport ist es wie mit Sex – das musst Du mal erklären 😉 

 

“In der Regel kommt die Lust zum Sport, wenn du erst einmal warm bist. Das ist wie beim Sex. Es gibt Tage an denen man nicht so die Lust hat, aber wenn dich dein Partner erst einmal heiß gemacht hat, kann die heißeste Nacht deines Lebens folgen! :)”

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Das heißt, was legst Du konkret Menschen ans Herz, die sich nur sehr schwer zum Sport motivieren können?

“Mach’s wie Nike. Just fucking do it.

Ohne Witz das ist das Beste was du tun kannst, wenn du unmotiviert bist.

Ich rate immer dazu ein Minimum-Programm zu absolvieren. Und wenn du dich dann danach fühlst, kannst du das eigentliche Programm durchziehen oder du fühlst es immer noch nicht, dann lass es für den Tag sein aber absolviere wenigstens das Minimum-Programm.”

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Was wäre abschließend Dein wertvollster Tipp, den Du meinen Lesern zum heutigen Thema verraten möchtest?

 

“Werde dir klar über deine Ziele und gestalte sie SMART (Specific – Measurable – Achievable – Regularly Reviewed – Timed). In meinem Buch gehe ich auch auf das Thema SMARTe Zielgestaltung ein. Das ist denke ich das Wichtigste.

Der nächste Schritt ist dann „Just fucking do it.“ Und hier hapert es bei den meisten. Sie setzen falsche Prioritäten und tun nicht was zu tun ist, um ihr Ziel zu erreichen.

Plane dein Ziel und gehe den entsprechenden Weg. Organisation ist ein Arschloch und ich bin selbst nicht gut darin aber meine Frau tritt mir hier regelmäßig in den Arsch […]  :)


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Fazit

Du weißt jetzt, dass Mentale Stärke eine Fähigkeit ist, die trainiert werden kann.

Du hast einige Methoden erfolgreicher Menschen kennengelernt und erfahren, wie sie diese für sich nutzen.

Egal wie Deine Geschichte aussieht – ob Du erst am Anfang stehst oder bereits einiges auf Deinem Weg zum Ziel geschafft hast – ich hoffe Du konntest aus dem Interview einen Mehrwert für Dich ziehen!

Ich wünsche Dir viel Erfolg und vor allem viel Spaß auf Deiner Reise!

unterschrift.

 

 

 

PS: Share the love! Wen kennst Du, der jetzt neue Motivation gebrauchen könnte? Sag’s weiter!

 


Ja, ich bleibe up-to-date!

Kein Spam. Nur Mehrwert! 

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Quellen

  1. Psychomeda.de – https://www.psychomeda.de/lexikon/
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